Vorteile von Kryptowährungen

gegenüber Fiat-Währungen

Nicht zentralisiert

Bitcoins für Anfänger: Alles was Sie zum Thema Bitcoin wissen müssen. Eine Einführung in die Welt der KryptowährungDer zweifellos größte Vorteil von Kryptowährungen ist, daß es sich um dezentralisierte Währungen handelt. Sie werden von Zentralbanken weder herausgegeben noch können sie von ihnen kontrolliert werden. Es ist freies Geld, das im Gegensatz zu gängigem Fiat-Geld weder Ursprung noch Ende in einer privaten Bank hat. Es fordert das Weltfinanzmonopol der Zentralbanken gewissermaßen heraus. Wenn weniger als 10% der Weltbevölkerung auf BitCoin umstellen würden, würde das derzeitige auf Schulden und Zinsen basierende System in sich zusammenstürzen. Die Sklaven wären dann frei. Aber schon Goethe wußte: »Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlicher weise glaubt frei zu sein.«

Zugriffssicher

Das bedeutet kein Regime kann BitCoin von Konten beschlagnahmen, BitCoin-Konten "einfrieren", oder auch nur überwachen. Es ist das eigene Geld, und jeder hat das Recht - und mit BitCoin nun auch die Macht - seine Privatsphäre und sein Vermögen vor dem Regime zu sichern. Regierungen werden mit völlig absurden Gesetzen ankommen und versuchen Kryptowährungen zu regulieren, und sie werden immer wilder um sich schlagen. Das tun alle Regimes, wenn ihre Macht verfällt. In der Stunde des Machtverlusts hat bisher noch jede Regierung die Maske und letztlich alle Hemmungen fallen lassen.
Doch egal welche Gesetze sie auch erlassen, sie gelten ausschließlich für gehorsame und unterwürfige Sklaven, denn alle Gesetze, die Kryptowährungen betreffen sind von Vornherein sinnlos, und zwar aus einem sehr einfachen Grund: Die Basis, auf der jede Regierung agiert ist Raum und Eigentumsrecht. Das Eigentumsrecht oder Privateigentum, wie wir es heute kennen, ist von den Römern übernommen und daher etwa 2500 Jahre alt. In der Welt der Kryptowährungen ist dieses Eigentumsrecht ebenso obsolet wie Raum. Die Blockchain kennt weder das eine noch das andere. Genau das macht einen Zugriff durch Behörden unmöglich. Mindestens eine von beiden Bedingungen muß erfüllt sein, da sie sonst keine Andockstelle haben. Daher sind alle diese Gesetze nur in etwa so wirkungsvoll wie der Versuch, sich mit einer Adler Schreibmaschine in ein Linux Netzwerk einzuhacken, und ungefähr so furchterregend wie ein rosa Plüschhase, auf dessen Nase ein Zettel mit dem Wort "Buh!" klebt.
Kryptowährungen ermöglichen es, das eigene Regime aus der Perspektive zu betrachten, aus der man normalerweise die Regierung von Nord Korea betrachtet: Skurril, teilweise lachhaft, weil deren Gesetze völlig irrelevant sind für alle, die sich nicht in Nord Korea befinden. Und so, wie die Gesetze von Nord Korea in der EU irrelevant sind, sind EU-Gesetze in Kryptoland irrelevant.

Keine Steuern

Bitcoin, Blockchain und Kryptoassets: Eine umfassende EinführungAus den oben bereits genannten Gründen, gibt es auch keine Möglichkeit für Regierungen, die Zahlung von Steuern auf Kryptowährungen zu erzwingen. Die Bezeichnung Kryptowährungen kommt schließlich nicht von ungefähr. "Kryptós" kommt von Griechisch κρυπτός und bedeutet "verborgen, versteckt, unsichtbar, heimlich". Es gibt keine Möglichkeit BitCoin-Transaktionen zwischen Personen festzustellen, geschweige denn zu unterbinden - natürlich vorausgesetzt, daß die an der Transaktion Beteiligten sich einig sind, daß die Transaktion unentdeckt bleiben soll. Es gibt daher keine realistische Methode, Steuergesetze auf Kryptowährungen anzuwenden, denn dazu müßten sie überhaupt Kenntnis darüber besitzen, daß jemand Kryptowährungen überhaupt besitzt - außer man rennt selbst in vorauseilendem Gehorsam zum Finanzamt hin und meldet hündisch-untertänigst, wieviele BitCoins man wo hat. Aber welcher mündige und freie Mensch würde so etwas tun? Es ist jedoch weiterhin möglich, freiwillig Steuern zu bezahlen, für jeden, der das möchte.

Nicht fälschbar, veränderbar und doch transparent

Alle BitCoin-Transaktionen werden auf der Blockchain[1] gespeichert. Das heißt, es werden viele redundante Kopien der Transaktionsdatenbank angelegt. Das macht BitCoin praktisch fälschungssicher. Nehmen wir an, jemand möchte eine BitCoin elektronisch generieren. Er müßte dazu alle bisherigen Transaktionen, die mit dieser BitCoin gemacht wurden, erneut bestätigen. Was er im Falle erfundener Transaktionen nicht funktioniert, da diese nicht mit den auf der BlockChain[1] gespeicherten Transaktionen übereinstimmen, die für jedermann einsehbar sind. Was er stattdessen tun kann ist es, durch Bestätigung von echten Transaktionen neue BitCoins "abbauen". Diesen Prozeß nennt man "mining" (engl.: "abbauen, fördern"), und er ist sogar vorgesehen. Das ist die einzige Methode, neue BitCoins zu erschaffen. Man könnte einen BitCoin-Fälscher mit jemandem vergleichen, der schnell feststellt, daß der Aufwand, um aus Blei Gold zu machen größer ist, als der, sich mit der Picke auf die Suche nach Gold zu machen.

Keine Inflation

BitCoin ist eine deflationäre Währung. Es können nicht beliebig viele BitCoins erzeugt werden. Es ist eine natürliche Begrenzung eingebaut, die sicherstellt, daß insgesamt nur eine begrenzte Anzahl von BitCoins hergestellt werden können. Da BitCoins durch Rechenprozesse erschaffen werden, die immer komplexer werden, ist eine immer höhere Rechenleistung notwendig, um neue BitCoins herzustellen. Diese stößt irgendwann an ihre Grenze. Das sogenannte "Halving" bedeutet, daß die minierten Blöcke bei einem bestimmten Zeitpunkt immer halbiert werden. Auf diese Weise nähert sich die Gesamtzahl an BitCoins asymptotisch der Zahl von 21 Millionen BitCoins. Dadurch ist BitCoin eine deflationäre Währung.

Keine Verfolgung möglich

Die Blockchain Bibel: DNA einer revolutionären TechnologieAußer im Falle, daß ein Nutzer öffentlich seine BitCoin-Adresse preisgibt (z.B. bei Spendenaufrufen), ist es praktisch unmöglich BitCoin-Transaktionen auf die Person zurückzuverfolgen. Im Normalfall kennt der Sender beide Adressen und der Empfänger nur seine eigene bis die Transaktion stattfindet. Danach sieht er die Adresse des Senders. Aber ein Dritter kommt im Normalfall an keine der beiden Adressen. Und selbst dann, besteht keine Verbindung zwischen der Adresse und der Person. Jedoch kann prinzipiell jeder Mensch genau sehen, welche Transaktionen auf einer bestimmten BitCoin-Adresse stattgefunden haben. Er kann genau sehen, wann etwas ein- oder ausgezahlt wurde, indem er sozusagen in dem "Hauptbuch" auf blockchain.info oder bitcoinchain.com nachschlägt. Was er nicht sehen kann ist wer hinter dieser scheinbar wirren Aneinanderreihung von Ziffern und Buchstaben steckt. BitCoin-Adressen können beliebig neu hergestellt werden. Man kann also für jede einzelne Transaktion kostenlos eine neue generieren.

Niedrige Transaktionskosten

Da die Transaktionen von vielen unterschiedlichen Instanzen automatisch bestätigt werden, sind die Gebühren vernachlässigbar. Diese Gebühren werden dazu benutzt, die Rechnenden sozusagen zu belohnen.

Keine Rückbuchungen möglich

BitCoin wurde entwickelt, um in einem "trustless environment" (vertrauenslose Umgebung) zu funktionieren, sprich, um auch dort Handel zu ermöglichen, wo sich Menschen nicht vertrauen, oder vielleicht sogar feindlich gesinnt sind. Wer heute im Darknet einkaufen will, der kann ausschießlich Kryptowährungen dafür nutzen. Konventionelle Zahlungsmethoden werden dort von Vornherein überhaupt nicht angenommen. Deshalb ist BitCoin so konzipiert, daß man Transaktionen nicht rückgängig machen kann, wie es etwa bei Kreditkarten möglich ist. Man kauft etwas bei Verkäufer A, bezahlt per Kreditkarte, erhält die Ware, ruft dann bei der Ausstellenden Bank an und behauptet, dieser Kauf sei nicht genehmigt gewesen. Das Geld wird zurückgebucht und der Verkäufer hat den Schaden. Das ist bei BitCoin nicht möglich. Diese können ausschließlich durch eine neue Überweisung Seitens des Empfängers an den Absender zurück gelangen. Man geht also kein Risiko ein, wenn man BitCoin annimmt.

Unstehlbar

Bitcoin: Funktionsweise, Risiken und Chancen der digitalen WährungBitCoins können nicht gestohlen werden. Niemand kann eine Transaktion damit durchführen, wenn er nicht den zu einer bestimmten Adresse gehörigen privaten Schlüssel besitzt. Je nachdem, wie hoch die Sicherheitsstufe ist, ist es also unmöglich, BitCoins zu entwenden. Man mag nun als Gegenbeispiel den Fall Mt. Gox anführen, bei dem über Nacht etliche Millionen verschwanden.
Diese BitCoins wurden jedoch nicht im klassischen Sinne gestohlen, sondern sie sind nach wie vor da, nur mangels privatem Schlüssel für die Nutzer nicht zugänglich. Es empfiehlt sich, zur Sicherheit eine sogenannte "Brain-Wallet" zuzulegen. Das ist eine offline generierte Bitcoin-Adresse, bei der man sich den privaten Schlüssel auswendig merkt. Es ist damit niemandem mehr möglich, diese BitCoins zu entwenden und selbst kann man von jedem beliebigen Rechner darauf zugreifen.
Hardware Wallets wie etwa Trezor oder der Nano Ledger S sind eine weitere Möglichkeit, sofern man diese zusätzlich sichert. Mehr dazu im Menü-Punkt "Sicherheit".



[1] Man stelle sich die 'Blockchain' wie ein digitales Haupt- oder Bestandsbuch vor, in dem alle gültigen Transaktionen hineingeschrieben werden, und von dem jeder Nutzer eine aktuelle Kopie bekommt. Jede neue Transaktion wird chronologisch in einen Block gefügt und dieser wird wiederum zu der bereits existierenden Aneinanderreihung von Blöcken (Kette) zugefügt. Es ist eine Blockkette, zu Englisch "Block Chain". Hier gibt es eine etwas anschaulichere Erklärung der Blockchain.


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